Finale der Windhund-Champions-League am 06.10.2013 beim Dukatenrennen in Sachsenheim

Okt 12th, 2013 | By | Category: Ergebnisse & Berichte

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Um es vorweg zu nehmen, das Finale in Sachsenheim war zumindest witterungsbedingt ein Spiegelbild der gesamten Saison. Schon der erste Lauf in Landstuhl (26.05.) mußte abgesagt werden, da durch heftige Regenfälle im Vorfeld das Geläuf „abgesoffen“ war und eine Durchführung als zu riskant eingeschätzt wurde.

Beim zweiten Lauf in Rotterdam (23.06.) konnten ebenfalls durch heftige Regenfälle die Vorläufe erst verspätet gezogen werden, allerdings wurde es im Laufe des Tages besser und die Hunde konnten noch zu den Finalläufen antreten.

Beim dritten Rennen in Hünstetten (21.07.) dann das andere Extrem, nach den Vorläufen mußte das Rennen wegen zu großer Hitze – weit über 30º C – abgebrochen werden.

Auch in Kleindöttingen (04.08.) setzte nach den Vorläufen schwerer Gewitterregen ein und die Finalläufe mussten zeitmässig verschoben werden.

Einzig das Rennen in Eilenburg (15.09.) blieb von solchen Witterungsproblemen verschont, doch Eilenburg hatte sein Desaster ja schon im Frühjahr erlebt.

Doch zurück nach Sachsenheim – mehr als 30 Stunden Dauerregen hatten das Geläuf aufgeweicht, die Bahn glich einer Seenlandschaft, man hätte den Hunden Schwimmflügel anlegen müssen. Also wurde erst einmal entschieden zu warten, denn laut Wetterdienst sollten ab Mittagszeit die Niederschläge nachlassen. So kam es auch. Helmut Schmidt schwang sich auf den Traktor, drehte Runde für Runde, versuchte das Wasser zu verdrängen und das Geläuf zu verdichten. Es ist ihm mit viel Mühe gelungen die Bahn herzurichten. Nun wurde bekanntgegeben um 13 Uhr mit dem Rennen zu beginnen und da die Zeit schon knapp wurde, gab es den Entscheid, dass alle Hunde einen Lauf absolvieren und nach Zeiten gesetzt werden.

An dieser Stelle ein grosses Lob an die Verantwortlichen, die es ermöglichten, doch noch die Hunde starten zu lassen. Das war nur mit den in Sachsenheim vorhandenen Gerätschaften möglich. Auf manch anderer Bahn hätte man wahrscheinlich erst gar nicht starten können.

Die Vorläufe wurden zügig und ohne Zwischenfälle abgewickelt. Es gab teilweise spannende Läufe zu sehen, doch was fehlte waren die Finalläufe in 6er Feldern. Zu vermerken ist noch, dass es trotz schwerem Geläuf keinerlei Verletzungen gab und dass bei diesen Bedingungen natürlich keine Traumzeiten gelaufen wurden. Das Sekretariat arbeitete zügig, ausser den Platzierungen musste ja auch noch die Endwertung der Windhund-Champions-League ermittelt werden. Danach traf man sich im Innenraum zur Siegerehrung, verabschiedete sich von Freunden und Bekannten und machte schon wieder Pläne für die Saison 2014. Zu vermerken ist noch, dass trotz widriger Umstände Teilnehmer und Veranstalter immer locker und gutgelaunt versuchten, das Beste aus diesem Tag zu machen.

Windhund-Champions-League Rückblick und Ausblick

Schon am Samstag, 05.10., trafen sich Verantwortliche der ausrichtenden Vereine in Sachsenheim um ein Resümee der abgelaufenen Saison zu ziehen, um Manöverkritik zu üben und um die Weichen für die Saison 2014 zu stellen.

Rückblickend bleibt festzuhalten, dass die Teilnehmerzahlen im Vergleich zum Vorjahr konstant waren, allerdings in der Endauswertung ca. 10% weniger Hunde die nötige Anzahl der Rennen nachweisen konnten. Nachdenklich macht uns die Tatsache, dass vorwiegend Whippets und Greyhounds die Rennen bestücken. Gibt es hier eine Entwicklung wie seit Jahren schon in den Niederlanden? Bei den sogenannten Minderrassen kann man das noch nachvollziehen, aber es kann doch nicht sein, dass in der Endauswertung mehr Basenji als Afghanen präsent sind. Wo sind die Barsoi, Saluki, Sloughi und Windspiele? Geht man lieber zum Coursing, weil es leichter ist eine Coursinglizenz zu erwerben und weil man dort seinen Hund schneller in die Gebrauchshundklasse bekommt? Viele Coursingteilnehmer beschweren sich über die ihrer Meinung nach nicht gerechte Bewertung des eigenen Hundes. Das Problem gibt es beim Rennen nicht – wer die Nasenspitze vorn hat, ist der Sieger.

Die vorläufigen Termine für die Saison 2014 wurden miteinander abgestimmt und eine Änderung des WCL-Reglements diskutiert. Der Zwischenstand der WCL-Wertung soll nach jedem Rennen auf der Homepage veröffentlicht werden. Das Highlight der Saison, das Rennen „Golden Rabbit“ wird 2014 in Kleindöttingen/CH ausgetragen. Alle wichtigen Informationen sowie das überarbeitete Reglement werden frühzeitig auf der Homepage sowie im jährlichen Flyer veröffentlicht.

Abschliessend bleibt festzuhalten, dass es bei allen Rennen keine ernsthafte Verletzung gab, was für die Qualität der Rennbahnen und für den Sicherheitsstandard der ausrichtenden Vereine spricht. Deshalb an dieser Stelle nochmals einen herzlichen Glückwunsch an alle Sieger und Platzierte sowie ein ganz herzliches Danke an alle Teilnehmer der „Windhund-Champions-League“ und auf ein erfolgreiches 2014!

Nachstehend die Sieger der verschiedenen Rassen und Klassen, die sich nach einer erfolgreichen Saison die Siegerrenndecke „Internationaler Sandbahn-Champion“ überziehen durften:

Afghanen-Hündinnen A-Klasse: Paschdou’s Adjani
Afghanen-Rüden A-Klasse: Paschdou’s Asil
Afghanen-Rüden B-Klasse: Ana-shakti’s Chirokko
Basenji-Rüden: Diego-Faceman-Stryker Shadows of the Congo
Greyhound-Hündinnen 280 m: Karma Malaika
Greyhound-Rüden 280 m: Raul von Mint
Greyhound-Hündinnen 480 m: Ectasy’s Evita Peròn
Greyhound-Rüden 480 m: Uriyon vom Monarchenhügel
Greyhound-Hündinnen Senioren: Reggae Night
Greyhound-Rüden Senioren: Quo Vadis vom Monarchenhügel
Magyar Agár-Hündinnen: Dévaj 1976 Fortély
Magyar Agár-Rüden: Dévaj 1976 Csongor
Whippet-Hündinnen A-Klasse: Powerplay’s Wallflower
Whippet-Rüden A-Klasse: Satellite
Whippet-Hündinnen Grundklasse: al Fao’s Lizzy
Whippet-Rüden Grundklasse: Chichicastenango vom rauhen Meer
Whippet-Rüden Nat. Grössenklasse: Oochigea’s Jazzabasi
Whippet-Rüden Seniorenklasse: Xino el Schiras

Die ausgeschriebene Sonderwertung „Rookie of the Year“ gewann die Magyar-Agár-Hündin Dévaj 1976 Fortély und der Whippet-Rüde Satellite.

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Ein ganz herzliches Danke an Karin Kölsch, die bei fast allen Läufen der WCL anwesend war und uns mit allerbestem Bildmaterial versorgte!

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