Die Gewinner der Saison 2011 im Porträt (6. Folge)

Nov 29th, 2011 | By | Category: Informationen

Die Greyhound-Hündin ”Reggae Night” siegte in der Senioren-Klasse!

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Reggae Night, geb. am 5. Februar 2005, im Besitz von Margrith Brändle, Bergdietikon CH

Wer hätte das gedacht….!

Als ich als bereits 8 Monate alte Hündin auf dem Flugplatz Frankfurt von Irland her kommend das europäische Festland betrat, ahnte wohl niemand, wie viele „ups and down“ mir als Top Honcho-Tochter bevorstanden.

Nach sorgfältigem Aufbau auf der Rennbahn bestand ich am 28. Juli 2006 auf meiner Heimbahn in Kleindöttingen meine Lizenzprüfung und gewann mit dem Rhyn-Pokal-Rennen im September gleich meinen ersten Ernstkampf. Im Oktober gelang mir bei den internationalen Kurzstrecken-Meisterschaften die Finalqualifikation, musste dann allerdings im entscheidenden Lauf einsehen, dass hartes Laufen mit meiner Grösse (knapp 64 cm) und meinem Fliegengewicht (ca. 23,2 kg) nicht unbedingt Vorteile mit sich bringt.

Im Juni 2007 folgte der erste Tiefschlag. Im Vorlauf der Weltmeisterschaften in Sachsenheim erlitt ich einen komplizierten Knöchelbruch, welcher in den meisten Fällen das Ende einer Rennkarriere bedeuten würde. Doch Dr. Peter Beck gelang es, unterstützt durch die Physiotherapeutin, Frau Dr. Simone Fuchs, mich auf die Saison 2008 hin wieder auf die Rennbahn zurückzubringen, wo ich erstaunlicherweise wieder an meine ursprüngliche Leistungsfähigkeit anknüpfen konnte.

Eine Katzenjagd im eigenen Gehege hätte eigentlich im September 2008 wiederum das Ende meiner Laufbahn als Rennhund bedeutet, zog ich mir doch eine schwere Muskelverletzung am rechten hinteren Oberschenkel zu. Erneut gelang es „meinen“ beiden Ärzten, das Unmögliche möglich zu machen. Trotz eines durchgetrennten Muskelstrangs kann ich seit April 2009 auf der Rennbahn wieder meiner geliebten „Hasenjagd“ nachgehen.

Die langen Abstinenten von der Bahn erweisen sich heute als Vorteil, zeige ich mich doch wegen der wenigen Rennen, die ich bestritten habe, als Seniorin unverbraucht. Diese Frische half mir anlässlich der Champions-League-Rennen 2011 neben meinen Einsätzen als Seniorin in Hünstetten und Sachsenheim auch bei den Rennen in Landstuhl und Rotterdam, bei denen ich mangels Senioren im offenen Feld laufen musste und gegen reputierte jüngere Gegnerinnen jeweilen erstaunliche 3. Plätze erreichte. Meine Stärken sind sicher meine Sturheit („Wenn ich nicht will, dann will ich nicht; aber wenn ich will, dann…!“), meine Cleverness auf der Rennbahn und meine (meistens) ausgezeichneten Starts.

In meiner ganzen Karriere habe ich bis heute 42 Läufe bestritten, von denen ich 19 gewann und weitere 12 auf dem 2. Platz beendete. Den Höhepunkt meiner Laufbahn durfte ich mit dem völlig überraschenden, angesichts meiner Unfall-Geschichten nie erwarteten Gewinn der Sandbahnmeisterschaft 2011 erleben. Nun hoffe ich auf eine unfallfreie Fortsetzung meiner Renntätigkeit im folgenden Jahr und auf einige Rennen mit Senioren…!

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